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Harlis Schweizer, Langform-Zusammenarbeit
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Harlis Schweizer

Kontext

Die Zusammenarbeit mit der Künstlerin Harlis Schweizer Hadjidj begann mit der Anfrage, ihre bestehende Website neu zu gestalten. Aus diesem ersten Auftrag entwickelte sich eine langjährige Partnerschaft über zahlreiche gestalterische und dokumentarische Projekte.

Die Künstlerin

Harlis Schweizer Hadjidj malt in satten, erzählreichen Ölbildern. Das Publikum ist die Gesellschaft: Geschichten, erzählt für die Öffentlichkeit.

Das Briefing

Die Bilder sollen wirken! Das Medium herum dient als subtile jedoch wirksame Hülle. Das System wurde dezent, minimalistisch und breit genug gehalten, um allem zu begegnen.

  1. Webseite
  2. Dossier
  3. fair Art Fair
  4. Dokumentarfilm
  5. Fotografie

Webseite

Web · Code

HTML / CSS / JS

Seit 2020

Harlis Schweizer · Webseite

Hintergrund & Briefing

Der Webauftritt soll den Arbeiten von Harlis Schweizer Hadjidj eine klare Bühne geben. Gemeinsam entschieden wir uns für eine bewusst minimalistische Seite, die den Fokus vollständig auf die Kunstwerke legt und sich gestalterisch zurücknimmt.

Herausforderung

Die Seite sollte technisch einfach bleiben und sich trotzdem langfristig erweitern lassen. Mit damals nur begrenzter Web-Erfahrung musste ich viele Lösungen selbst recherchieren. Gestalterische und technische Entscheidungen entstanden oft parallel.

Der bewusste Verzicht auf ein CMS hielt die Seite leicht, erschwerte aber Erweiterungen: Neue Inhalte und Unterseiten mussten in die bestehende Struktur integriert werden, ohne die ruhige, klare Gestaltung zu überladen.

Vorgehensweise

Die technische Umsetzung entstand an einem intensiven Wochenende gemeinsam mit Pian Gumpp: die ganze Plattform von Grund auf, direkt in HTML, CSS und JavaScript statt mit einem CMS. So behielt ich die volle gestalterische Kontrolle und konnte gleichzeitig meine Frontend-Kenntnisse praktisch vertiefen.

Jede Unterseite wurde einzeln gestaltet und programmiert, das Ganze aber modular gedacht: klar definierte CSS-Klassen und wiederkehrende Elemente schaffen eine flexible Grundlage für spätere Erweiterungen und eine konsistente visuelle Sprache.

Im Zentrum standen Typografie, Weissraum und die Platzierung der Bildarbeiten, bewusst reduziert, damit die Kunstwerke ungestört wirken.

Die Pflege erfolgt bewusst manuell: Bilder und Texte kommen per Mail und werden direkt eingepflegt. Weniger automatisiert als ein CMS, dafür präzise Kontrolle über die finale Darstellung.

Ergebnis

Die Webseite ist bis heute online und bleibt die zentrale digitale Plattform der Künstlerin. Über die Jahre wurde sie laufend erweitert. Die ursprüngliche Idee der reduzierten Gestaltung blieb dabei stets erhalten.

Neue Designansätze wurden zwar diskutiert, doch die Künstlerin entschied sich bewusst, das bestehende Erscheinungsbild zu behalten. Das Projekt steht heute für eine Arbeitsweise, in der Gestaltung, Technik und Inhalt eng verbunden sind: ein langfristiges visuelles System statt einer einfachen Portfolioseite.

Dossier

Print · Editorial

A4 quer

15+ Bände

Harlis Schweizer · Dossier

Hintergrund & Briefing

Nach der Webseite entstand der Bedarf nach einem visuellen System für Dossiers, die an Kund:innen, Stiftungen und Ausstellungspartner verschickt werden. Die Gestaltung sollte digital wie im Print funktionieren und dieselbe visuelle Sprache wie die Webseite sprechen.

Herausforderung

Die grösste Herausforderung war ein System, das auf Bildschirm und im Print gleichermassen funktioniert. Besonders anspruchsvoll war die redaktionelle Strukturierung, da Texte, Bilder und Projektinformationen immer wieder neu organisiert werden mussten.

Da die Kundin bewusst kein automatisiertes Redaktionssystem wollte, wurden alle Inhalte manuell aufgebaut. Trotz vieler unterschiedlicher Dossiers über die Jahre sollte das Erscheinungsbild stets erkennbar bleiben.

Vorgehensweise

Die Dossiers sind bewusst reduziert und orientieren sich an den Gestaltungselementen der Webseite. Im Zentrum steht die Wirkung der Bildarbeiten, im Druck wie als PDF möglichst hochwertig und ruhig präsentiert.

Dafür entstand ein flexibles InDesign-System auf einem klaren Gestaltungsraster. Format ist A4 quer, das auf Bildschirm und im Druck gleichermassen funktioniert. Schriften, Farben und Prinzipien sind dieselben wie auf der Webseite: ein konsistentes Corporate Design über alle Medien.

Durch die modulare Struktur lassen sich neue Projekte laufend ergänzen, ohne die Grundgestaltung neu zu entwickeln. Jedes Dossier bleibt individuell anpassbar und funktioniert eigenständig wie als Teil des grösseren Systems.

Ergebnis

Mittlerweile existieren über fünfzehn verschiedene Dossiers, die regelmässig genutzt und erweitert werden, als zentrale Kommunikationsmittel für Ausstellungen, Projekte und Bewerbungen.

Das System funktioniert bis heute zuverlässig und ermöglicht eine konsistente Kommunikation über unterschiedliche Inhalte hinweg. So entstand ein umfangreiches Archiv, das die Arbeit der Künstlerin nachhaltig begleitet.

fair Art Fair

Print · Plakat

Jährliche Ausgabe

mit Lino Luginbühl

Harlis Schweizer · fair Art Fair

Hintergrund & Briefing

Im Rahmen des Kunstkollektivs Streunender Hund entstand ein Gestaltungssystem für die wiederkehrende fair Art Fair. Die Flyer sollten stark wiedererkennbar sein, gleichzeitig aber flexibel genug, um auf neue Veranstaltungen zu reagieren.

Herausforderung

Trotz wechselnder Inhalte sollte das Erscheinungsbild über Jahre konsistent bleiben. Künstler:innen, Daten und Orte änderten laufend, das Grundbild nicht.

Gleichzeitig entwickelte sich meine eigene gestalterische Haltung weiter. Die Herausforderung lag in der Balance zwischen Kontinuität und Weiterentwicklung, ohne das System jedes Mal umzuwerfen.

Prozess

Früh fiel der Entscheid für eine reduzierte, typografische Gestaltung. Gemeinsam mit Lino Luginbühl entstand ein visuelles Grundsystem aus Typografie, Farbflächen und präziser Komposition, flexibel auf neue Inhalte anwendbar, statt für jede Ausgabe ein neues Konzept.

Daraus wurde ein Template-System mit konstantem Aufbau und hohem Wiedererkennungswert. Variiert werden vor allem Farben, Inhalte und typografische Details. Die Struktur bleibt, der Spielraum für Neues auch.

Ergebnis

Das Designsystem dient bis heute als Grundlage für weitere Ausgaben der fair Art Fair. Neue Flyer entstehen effizient, ohne die visuelle Identität zu verlieren: ein konsistentes Erscheinungsbild über mehrere Jahre.

Dokumentarfilm

Film · Dokumentarfilm

Sony Alpha

Paris, FR

Hintergrund & Briefing

Eine dokumentarische Videoproduktion über den Aufenthalt von Harlis Schweizer Hadjidj in Paris. Mit ihrer Reihe «Spoken History» dokumentierte sie Orte und Begegnungen ihres Vaters Hans Schweizer, der in den wilden 70ern in der Stadt der Liebe hauste. Umgesetzt während der Ausbildungszeit, in kürzester Zeit organisiert. Begleitet von Pian Gumpp (Canon XF100) und meiner Sony Alpha 7c.

Herausforderung

Die grösste Herausforderung war der enorme Zeitdruck: kurzfristig organisiert, keine Shotplanung, keine festen Abläufe. Vieles musste spontan entschieden und direkt aufgenommen werden.

Dokumentarisches Arbeiten verlangt hohe Aufmerksamkeit und Flexibilität: laufend auf neue Situationen reagieren und dabei technisch wie gestalterisch funktionieren. In einer fremden Stadt wie Paris eine intensive Produktionssituation.

Prozess

Schon die Reise war improvisiert, das prägte die ganze Arbeitsweise. 12 Stunden lang begleiteten wir Harlis Schweizer Hadjidj und Hans Schweizer mit Kamera und Mikrofon. Statt eines klassischen Sets entstand eine dokumentarische Form, die sich auf Alltag, Gespräche und spontane Momente konzentrierte, ergänzt durch schlicht gehaltene Interviews.

Im Anschluss wurde das Material ausgewählt, strukturiert und zu einer zusammenhängenden Dokumentation verarbeitet. Kein inszenierter Film, sondern ein unmittelbares Porträt, dessen Wirkung gerade aus Spontaneität und beobachtender Haltung entsteht.

Ergebnis

Es entstand eine fertige Videodokumentation, online wie in einer Ausstellung im AUTO St. Gallen gezeigt. Rückblickend eine der intensivsten Erfahrungen der Zusammenarbeit. Sie zeigte, wie stark spontane Prozesse die Qualität eines Projekts prägen können.

Die Arbeit dokumentiert nicht nur Paris, sondern eine Haltung, in der Improvisation, Beobachtung und gestalterische Intuition zentral werden.

Fotografie

Fotografie

CH · FR

Ausstellung · Event

Harlis Schweizer · Fotografie 1Harlis Schweizer · Fotografie 2Harlis Schweizer · Fotografie 3Harlis Schweizer · Fotografie 4Harlis Schweizer · Fotografie 5Harlis Schweizer · Fotografie 6Harlis Schweizer · Fotografie 7Harlis Schweizer · Fotografie 8Harlis Schweizer · Fotografie 9Harlis Schweizer · Fotografie 10Harlis Schweizer · Fotografie 11

Hintergrund & Briefing

Die fotografischen Arbeiten begleiten die Zusammenarbeit mit Harlis Schweizer Hadjidj: Ausstellungen, Events, dokumentarische Situationen und Aufnahmen von Kunstwerken, entstanden in der Ostschweiz, in Paris und in der Normandie.

Die Fotografie sollte nie nur dokumentieren, sondern eine eigene visuelle Sprache entwickeln: ein konsistenter Stil über alle Projekte hinweg, zwischen dokumentarischer Beobachtung und gestalterischer Inszenierung.

Herausforderung

Die grösste Herausforderung war eine einheitliche Bildsprache trotz sehr unterschiedlicher Orte und Situationen. Licht und Räume änderten ständig, die Wirkung sollte konsistent bleiben.

Gleichzeitig sollten die Bilder nicht rein dokumentieren, sondern Atmosphäre erzeugen und Geschichten erzählen. Immer wieder ein Arbeiten zwischen dokumentarischer Genauigkeit und gestalterischer Interpretation.

Prozess

Über die Jahre entstand eine konstante fotografische Arbeitsweise: Bildausschnitt, Farbigkeit und Nachbearbeitung folgen einer ruhigen, zurückhaltenden Ästhetik, die die Atmosphäre der Projekte trägt.

Die Bearbeitung bleibt bewusst konsistent, damit über die Projekte hinweg eine wiedererkennbare Sprache entsteht, mit genug Offenheit, um spontan zu reagieren.

Ergebnis

Die fotografische Arbeit wird bis heute weitergeführt und ist fester Bestandteil neuer Projekte und Ausstellungen. Regelmässig entstehen neue Dokumentationen von Veranstaltungen, Räumen und Arbeiten.

Neben Ausstellungsfotografien entstanden dokumentarische Serien über Arbeitsprozesse, Reisen und Events. So wurde die Fotografie zu einem wichtigen Teil der gesamten visuellen Kommunikation.

01

05

Disziplinen

02

07+

Jahre Arbeit

03

15+

Dossiers geliefert

04

01

Rastersystem

Kunde
Harlis Schweizer
Rolle
Art Direction · Design · Foto · Film
Werkzeuge
HTML / CSS / JS · InDesign · Sony Alpha
Jahr
Seit 2020
Mitwirkende
Pian Gumpp · Lino Luginbühl
Orte
St. Gallen · Rapperswil · Paris
Verbreitung
Web · Print · Ausstellung

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